Fachsprachprüfung (FSP): Worauf es wirklich ankommt

Gastbeitrag von Ina Maria Koetz · · 4 min · Ärzt:innen

Du bereitest dich auf die Fachsprachprüfung für Ärztinnen und Ärzte vor? Dann hast du sicher schon viele Fragen gehört: „Wie viele Fachwörter muss ich lernen?“ oder „Was fragt die Prüferin oder der Prüfer?“

Die gute Nachricht: Du musst nicht perfekt Deutsch sprechen. Die FSP prüft, ob du im Arbeitsalltag in der Klinik sicher kommunizieren kannst. Das kannst du lernen. Hier sind die wichtigsten Punkte.

1. Kannst du kommunizieren? Das zählt! Nicht dein Wissen.

Dein medizinisches Wissen hast du in deinem Studium gezeigt. In der FSP geht es um etwas anderes: Kannst du dich mit Patienten und Kollegen auf Deutsch gut verständigen?

Wahrscheinlich weißt du schon, dass die Prüfung drei Teile hat (je nach Ärztekammer kann der Ablauf etwas anders sein):

  • Arzt-Patienten-Gespräch: Du führst ein Anamnesegespräch.
  • Dokumentation: Du schreibst einen Arztbrief oder eine Patientenakte.
  • Arzt-Arzt-Gespräch: Du stellst den Fall einem Kollegen oder einer Kollegin vor.

2. Der Patient muss dich verstehen

Das ist der wichtigste Punkt im Arzt-Patienten-Gespräch. Viele Ärztinnen und Ärzte benutzen zu viele Fachbegriffe, ohne es zu merken.

Die Prüfer wollen aber hören, ob du verständlich erklärst. Und nebenbei: Das ist ja auch nicht nur für die Prüfung wichtig. Natürlich sollen die Patienten dich verstehen. Sag also nicht „Hypertonie“ zu den Patienten, sondern „Bluthochdruck“.

Achte auch auf deine Aussprache. Du musst nicht klingen wie ein Muttersprachler, aber, kleiner psychologischer Trick: Eine gute Aussprache lässt dich viel kompetenter wirken. Und Patienten fragen nicht so oft nach.

Frage nach, wenn du etwas nicht verstanden hast. So zeigst du, dass du gut kommunizieren kannst.

3. Struktur gibt dir Sicherheit

Wer eine feste Struktur hat, wird in der Prüfung ruhiger.

Übe den Aufbau der Anamnese, sodass du in der Prüfung nicht darüber nachdenken musst.

Automatisiere die typischen Sätze in der Dokumentation und in der Patientenvorstellung.

So sparst du Zeit und minimierst die Fehlerquellen.

4. Empathie ist Teil der Prüfung

Patienten haben oft Angst oder Schmerzen. Zeig, dass du das bemerkst. Kurze Sätze helfen schon:

  • „Das klingt sehr belastend für Sie.“
  • „Ich verstehe, dass Sie sich Sorgen machen.“

Das zeigt Respekt und wieder deine spontanen kommunikativen Fähigkeiten, und die Prüfer achten darauf. Hier erkennen sie, ob du einfach nur etwas auswendig gelernt hast oder wirklich auf einem C1-Niveau frei sprechen kannst.

5. Fehler sind erlaubt, wenn du richtig reagierst

Du verlierst ein Wort? Du machst einen Grammatikfehler? Das ist normal und kein Problem. Wichtig ist, wie du reagierst. Bleib ruhig, erkläre das Wort mit anderen Worten und mach weiter. Das zeigt, dass du auch im Klinikalltag kommunizieren kannst.

6. Sprechen üben ist wichtiger als Wörter lernen

„Vokabeln sind wichtig. Aber die FSP besteht man durch Sprechen.“

– Ina Maria Koetz

Übe laut, am besten mit einem Partner, einer App, einer Lerngruppe oder einem Kurs mit Feedback. Am besten kombinierst du alles.

Nimm dich selbst auf und höre dir die Aufnahme an. So merkst du schnell, was schon gut klingt und was du noch verbessern kannst.

Dein Weg zur Approbation

Die FSP ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Approbation in Deutschland. Mit der richtigen Vorbereitung, einer klaren Struktur und viel Sprechpraxis kannst du sie bestehen. Du schaffst das!

Du willst dich gezielt vorbereiten?

Prüfe, welche Kombinationen die besten für dich sind:

  • casuu: Die FSP-App - inklusive Sprachpartner zum Simulieren der FSP - so oft du willst und mit Feedback. casuu ansehen
  • Videokurs: 14 kompakte Video-Lektionen inklusive aufgezeichneten Prüfungssimulationen. Jederzeit ansehen. Zum Videokurs
  • Live-Kurs: Unterricht mit einer Lehrkraft. Sobald du in Deutschland bist: vom BAMF finanzierbar und für dich kostenlos. Per E-Mail anfragen

Informationen unter [email protected]

Partner-Code von Ina Maria Koetz: INA_CASUU_10 – 10 % Rabatt auf casuu. Mit Code zum Checkout